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Frau Kornelia Schauf ist seit 2011 als Pfarrerin in unserer Gemeinde tätig.
Beitrag von Kornelia Schauf fuer Gemeindebrief Leopoldshoehe, Sonderausgabe
Leopoldshöhe Mai 2011
"Von Suedafrika nach Lippe"
Während meine Gedanken nach Leopoldshöhe ziehen, um mich Ihnen kurz vorzustellen, sitze ich an einem herrlichen spaetsommerlichen, sehr warmen Nachmittag auf der Terrasse des Pfarrhauses in Johannesburg.
Das war unser zu Hause fuer acht Jahre. Ein kleines Paradies mitten in einem Umfeld, das in der ganzen Welt fuer seine Kriminalitaet, Gewalt, Armut und Krankheiten bekannt ist.
Im Januar 2002 bin ich von Detmold nach Südafrika aufgebrochen. Zunaechst lebte ich an der Kueste in der Naehe Kapstadts. Zusammen mit meinem Mann habe ich ein Gaestehaus in Hermanus gefuehrt.
Dann wurde ich wieder in meinem "richtigen" Beruf gebraucht.
Die Gemeinden Midrand und Kevlin in Johannesburg waren vakant. Die vakanten Stellen wurden von der EKD besetzt. So habe ich seit 2003 in Johannesburg fuer eine Partnerkirche der Evangelischen Kirche Deutschland, EKD, die Evangelisch Lutherische Kirche in Suedafrika (N-T) gearbeitet. Die EKD hat etwa 130 Pastoren und Pastorinnen in 80 Laender dieser Welt entsandt.
Mein Mann, Kees Appelo hat die meiste Zeit seines Lebens in Suedafrika gelebt und auch die suedafrikanische Staatsbuergerschaft angenommen. Zusammen mit seinen Eltern zog er 1964 in dieses wunderschöne, bunte, widersprüchliche Land.
Durch die Partnerschaft der Lippischen Landeskirche zur Uniting Reformed Church in Southern Africa, URCSA habe ich meinen Mann kennen gelernt. Er war einer der Kirchenleiter dieser grossen Vereinigungskirche, die in aller Welt durch mutige Menschen in der Antiapartheidsbewegung, wie Beyers und Ilse Naude, Allan Boessak und Sam Buti bekannt wurde.
Von Suedafrika gibt es natuerlich viel zu erzaehlen. Dazu wird es sicher manches Mal Gelegenheit geben. Es ist ein Land, dass Menschen in seinen Bann zieht. Historisch, politisch, kulturell, landschaftlich ein Land, das nicht einfach zu erfassen ist, aber eine grosse Faszination hat.
Die traurige Unrechtsgeschichte der Apartheid hat tiefe Spuren hinterlassen, mit denen wir taeglich - auch fast 20 Jahre Demokratie- zu tun hatten.
In Suedafrika gehoeren die meisten Menschen einer christlichen Kirche an und machen aktiv in einer Gemeinde mit.
Zu meinen Aufgaben gehoerte es, eine lutherische Kirchengemeinde in einem wachsenden Stadtteil von Johannesburg, Midrand aufzubauen.
Vertraege mit der EKD sind begrenzt und koennen nur einmal verlaengert werden. Deshalb wurde es nun Zeit, dass wir Richtung Deutschland denken. Wir freuen uns sehr, dass ich als Pastorin in der Kirchengemeinde Leopoldshoehe arbeiten werde. Ich bedanke mich herzlich fuer das Vertrauen, das mir vom Kirchenvorstand entgegengebracht wurde.
Gleichzeitig werde ich auch im Nebenauftrag fuer die Lippische Landeskirche als Pfarrerin im Bereich Oekumene/Mission arbeiten.
Den neuen Aufgaben sehe ich mit Vorfreude entgegen. Es wird schoen sein, Menschen in Leopoldshoehe kennen zu lernen und im Team von Haupt-und Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde mitzuarbeiten.
Aufgewachsen bin ich im Kalletal, Luedenhausen und es wird meinem Mann und mir gut tun, von der afrikanischen Metropole Johannesburg in das ruhige Leopoldshoehe zu ziehen.
Gott kennt keine Grenzen. Menschen glauben und vertrauen ihrem Schoefer auf allen Kontinenten dieser Welt und es gehoert zu meinen schoensten Erfahrungen, zu erleben, dass Menschen durch ihren Glauben verbunden sind.
Es bleibt fuer mich eine der schoensten Aufgaben, Menschen auf ihrem Lebensweg ein Stueck zu begleiten und mit ihnen nach Gottes Spuren in unserer Welt Ausschau zu halten und Gott in der Welt zu bezeugen.
Es gruesst Sie herzlich
Ihre Kornelia Schauf