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Geschichte
einer
lippischen Kirchengemeinde
I.
Das Gotteshaus ist die Keimzelle des Dorfes Leopldshöhe gewesen ist. Das 150-jährige Gemeindejubiläum 2001 wurde zum Anlass genommen, fröhlich und dankbar zu feiern, und das nicht nur im engeren kirchlichen Bereich.
Diese Handhabung, um die andere Leopoldshöhe beneiden dürften, ist typisch für die Gemeinde im lippischen Westen; ist sie doch vor 150 Jahren auf Initiative der Menschen vor Ort gegründet worden, denen der Kirchweg nach Schötmar und Oerlinghausen zu lang geworden war.
Errichtung und Entwicklung des Gotteshauses
II.
Nachdem ein erster Versuch, zu einem eigenen Gotteshaus zu kommen, 1777 im Sande verlaufen war, berichtete der Lehrer Lüdeking aus Evenhausen am 3. August 1835 der lippischen Kirchenbehörde nach Detmold: “Es wird unserer hohen Behörde wohl nicht ganz unbekannt sein, dass die Leute unserer Gegend 4 Stunden zu machen haben und fast einen ganzen Tag – von 8 bis 3 Uhr – vom Hause abwesend sein und kleine Kinder, Haus und Vieh fast aufs Spiel setzen müssen, um einen Kirchgang zu halten.”
Dieses Problem sah auch Wilhelm Zeiß, zweiter Prediger in Schötmar zwischen 1837 und 1844 sowie Vater des Pfarrers und Künstlers Emil Zeiß. Wilhelm Zeiß setzte sich seit Anfang der vierziger Jahre für die “Gründung und Erbauung einer neuen Kirche zwischen
Schötmar und Oerlinghausen einerseits, wie andererseits zwischen
Lage und nach Heepen zu gelegenen preußischen Grenze” ein.
Es sollten weitere Jahre vergehen – Zeiß war inzwischen längst
nach Schwalenberg gewechselt– ehe 1848 eine Baukommission gegründet werden konnte. Sie legte den Schnittpunkt der Wege von Schötmar nach Oerlinghausen und von Heepen nach Lage als Standort des neuen Gotteshauses fest und beauftragte den Baumeister Ferdinand Ludwig August Merckel aus Detmold mit der Errichtung von Kirche und Pfarrhaus. Beide Gebäude entstanden zwischen der Grundsteinlegung am 20. Mai 1850 und der Einweihung am 12. Oktober 1851. Hatte der Grundsteinlegung noch Fürst Leopold II. zur Lippe beigewohnt, wurde die Einweihung bereits von seinem mittlerweile auf den Thron gelangten Sohn, Leopold III., vorgenommen. Den Namen “Leopoldshöhe”
hatte die Kirchengemeinde übrigens bereits im Mai 1850 erhalten.
Das erste Halbjahrhundert
III.
Natürlich ging es nicht ohne Anfangsschwierigkeiten ab. So bereitete die Besoldung des Geistlichen große Probleme. Der Kirchenvorstand verstand es jedoch geschickt, beim Konsistorium in Detmold eine höhere Bezuschussung zu erwirken als ursprünglich vorgesehen.
Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob die Gemeinde wirklich so leistungsschwach war, wie sie sich gab. Jedenfalls hatte sich mancher in der Residenzstadt und hatten sich auch die Bewerber um die Leopoldshöher Pfarrstelle von den stattlichen Gutsbetrieben und fruchtbaren Ländereien blenden lassen. Die Gebefähigkeit oder auch nur Gebefreudigkeit stieß an ihre Grenzen. Als der Kirchenvorstand jedoch merkte, dass er mit dem ausgewählten Theologen und auch mit seinem Nachfolger einen guten Griff getan hatte, wurde man auch in finanzieller Hinsicht entgegenkommend.
Pekuniäre Gesichtspunkte standen auch bei der Auseinandersetzung zweier Lehrer im Vordergrund, die miteinander in Konkurrenz traten, als es um die Vergabe von Küster- und Kantorendienst ging. Ihr Streitgespräch vor den Repräsentanten der Gemeinde ist beinahe wortwörtlich protokolliert worden und verführt den heutigen Leser zum Schmunzeln.
Die Kirchenbehörde kam schließlich zu dem salomonischen Urteil,
dass die Funktionen zwischen den beiden Aspiranten geteilt werden sollten,
“welches sich insbesondere auch dadurch empfiehlt, dass in Krankheitsfällen
einer den andern vertreten könnte”.
Weit gravierender gestalteten sich die Störungen des kirchlichen
Lebens, das ja noch ein junges Pflänzlein war, durch die “pietistische
Partei”. Dem Bauern Meier zu Krentrup und seinen Anhängern
ging es dabei offenbar weniger um Glaubensdinge. Vielmehr waren sie darüber
erbost, dass ihre Gegner sie durch einen geschickten Schachzug aus dem
Kirchenvorstand ferngehalten hatten. Der Unmut darüber wird verständlich,
wenn man bedenkt, dass Meier zu Krentrup für den Bau der Kirche zwei
Scheffelsaat Land gestiftet hatte.
Leidtragender dieser Streitigkeiten – im Übrigen völlig
unschuldig – war der erste Leopoldshöher Pfarrer, Friedrich
Grupe. Er berichtete am 30. März 1852 nach Detmold: Fast ein halbes Jahr habe ich jetzt in hiesiger Gemeinde mit dem größten Eifer gewirkt und vor allen Dingen durch versöhnende Predigten und Hausbesuche die durch die Repräsentanten-Wahl hervorgerufenen Differenzen zu beseitigen gesucht. Leider! hat es mir aber bis jetzt nicht gelingen wollen, die unterlegen epietistische Partei wieder auszusöhnen, vielmehr hat der Führer derselben, Meier zu Krentrup, wie mir scheint, fremdem Einflusse zufolge, seit längerer Zeit Conventikel [= außerkirchliche religiöse Versammlungen] in seinem Hause gehalten, welche freilich bis jetzt keine bedeutende Teilnahme in hiesiger Gemeinde gefunden haben, desto mehr aber von auswärts frequentiert zu werden scheinen.
Dieses Problem erledigte sich mit der Zeit. Prediger Grupe gelang es, erfolgreich Gemeinde zu bauen und damit die Grundlagen für das kirchliche Leben zu legen. Bereits im Mai 1856 konnte er der Kirchenbehörde berichten: Der religiös-sittliche und kirchliche Zustand der Gemeinde ist im Ganzen zufriedenstellend und erfreulich, der Kirchenbesuch der beste, die Teilnahme am heiligen Abendmahle in Zunahme begriffen, Unsittlichkeit selten, Trunksucht und dergleichen Laster fast gar nicht zu beklagen, und gehört Wirthshaus-Besuch, Tanzvergnügen und dergleichen Lustbarkeiten zu den Seltenheiten.Die frühere Rohheit, welche in unmäßigem, auch unanständigem Singen und Jauchzen auf Straßen usw. anfangs so oft sich kund that, ist gleichfalls einem besseren Geiste fast ganz gewichen. Ebenso haben die Parteien sich, wie es scheint, so sehr versöhnet und ausgeglichen, dass in einer Versammlung des Kirchenvorstandes im verflossenen Winter ein Kirchenältester – Rentmeister Cronemeyer –
dem dann auch die übrigen beistimmten, erklärte: “er glaube,
größere Einigkeit und Zufriedenheit als hier jetzt finde sich
kaum in einer andern Gemeinde des Landes.” |
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Das
zweite Halbjahrhundert
IV.
Wir gehen ein halbes Jahrhundert weiter. Dass die Zeiten sich änderten, stellten die Verantwortlichen der Gemeinde zuallererst an der Abnahme der kirchlichen Bindungen fest. Zwar legte man weiterhin – auch nach Einführung der Zivilehe ein Vierteljahrhundert zuvor großen Wert auf eine kirchliche Einsegnung von Lebensgemeinschaften, aber das Vorleben vieler Brautleute war nicht dazu angetan, den Pfarrer von der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ihres Konfirmationsgelübdes und Treueversprechens zu überzeugen; im Gegenteil: Immer jünger waren die Gemeindeglieder, die auffällig wurden. Daher lud Pastor Friedrich Tölle den Kirchenvorstand für den 21. September 1902 zur “Besprechung eines Notstandes in der Gemeinde” ein.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Presbyter mit ernüchternden
Erkenntnissen des Geistlichen konfrontiert: Der Vorsitzende teilte mit,
dass gegenwärtig in betrübender Weise die Sünde der Unkeuschheit
in der Gemeinde um sich greife, und brachte mehrere Fälle zur Kenntnis,
wo ganz jugendliche Mädchen sich in der schamlosesten Weise vergangen
hätten. Es wurde einmütig anerkannt, dass man zu solchen Sünden
nicht schweigen dürfe, sondern dass man ein öffentliches Zeugnis
wieder ablegen müsse.
Dass nur wenige Wochen darauf ein Rundschreiben der Kirchenbehörde
bei Pastor Tölle eintraf, wonach im Gottesdienst auf die Heiligung
des Sonntages gedrungen werden sollte, war kein Zufall. Vielmehr zeigte
sich auch hier bei vielen Gemeindegliedern eine aus Sicht der Geistlichkeit
alarmierende Entfernung von zentralen Glaubensinhalten und -vorschriften.
Das neue Jahrhundert brachte nicht nur Fortschritt und Wohlstand, sondern
auch eine Lockerung der Sitten und Gebräuche.
V.
Und es brachte neben dem Ende der Fürstenherrschaft auch zwei Weltkriege
und ebenso viele Inflationen. Die Kirche stand vor völlig neuen Herausforderungen.
Bereits vor dem Ende der Verbindung von Thron und Altar war die traditionell
enge Gemeinschaft von Kirche und Schule brüchig geworden. Nur der
Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte die sofortige Umsetzung des Volksschulgesetzes
von 1914 verhindert. So musste sich der Leopoldshöher Pfarrer Wilhelm
Weege noch einige Zeit mit Stundenplänen, Finanz- und Personalfragen
befassen. Im Sommer 1914 fühlte er sich – nach Einschätzung
der Kirchenbehörde nicht ganz zu Unrecht – von einem Junglehrer
derart provoziert, dass er sich zu der Titulierung “Lümmel,
fauler und eingebildeter Kerl” hinreißen ließ. Nach
1918 gab es dann nur noch wenige Berührungspunkte zwischen Kirche
und Schule.
Im Gegenzug kam die Diakonie nach Leopoldshöhe, und zwar in Gestalt
einer Diakonisse des Detmolder Mutterhauses. Die vielfältigen Anforderungen
und Erwartungen an die Gemeindeschwester verlangten ihr im Extremfall
eine fast übermenschliche Tatkraft ab. Es erstaunt daher nicht, wenn Pastor Hans Hänisch 1925 beklagt, Schwester Helene lasse einen “gänzlichen Mangel an Zeiteinteilung und
[eine] unvernünftige Lebensweise” erkennen, die sie einen erheblichen
Teil ihres Körpergewichts gekostet habe. Nicht jede Schwester kam
mit der Fülle ihrer Aufgaben zurecht, nicht wenige büßten
in anstrengendem Dienst ihre Gesundheit ein. In der Zeit des Dritten Reiches
ging der Dienst der Diakonisse unvermindert weiter – das unterscheidet Leopoldshöhe von anderen lippischen Gemeinden, in denen die Gemeindepflege Repressalien ausgesetzt war. Mehr noch, angesichts des Kriegseinsatzes von Pfarrer Karl Jensen, wuchs der Diakonisse eine besonders wichtige Rolle zu, die sie – so Pastor Adolf Neuser – exzellent auszufüllen
verstand: Hier darf besonders die Gemeindeschwester Berta Busch genannt
werden, die neben ihrer pflegerischen Tätigkeit sich Zeit nahm, die
Familien zu besuchen, wo der Vater im Feld stand oder gar gefallen war.
Sie sorgte auch dafür, dass der sonntägliche Kindergottesdienst
mit bewährten Helferinnen regelmäßig stattfinden konnte,
bis sich dann neue Möglichkeiten ergaben.
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VI.
Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg verlangten der Gemeinde große Opfer ab: Nicht weniger als 210 Leopoldshöher kehrten nicht aus dem Feld zurück, darunter auch Pastor Jensen. In den Jahren vor Kriegsausbruch hatte es an mahnenden Stimmen nicht gefehlt. Pfarrer Heyko Frerichs, der zunächst den der NSDAP nahestehenden
Deutschen Christen” angehört hatte, war frühzeitig
auf die Seite der Bekennenden Kirche gewechselt.
Etwa die Hälfte der Kirchenältesten unterstützte ihn ausdrücklich in seinem Bemühen, um eine schriftgemäße Verkündigung. Es kam zu mancherlei Konfrontationen mit Staat und Partei, so z.B. als am 15. April 1936 auf der Beerdigung eines Gemeindegliedes ein SA-Führer eine Rede am offenen Grab hielt, “in der er dem Toten eine Meldung an den Sturmführer
Horst Wessel” mitgab. Natürlich verurteilte der Kirchenvorstand
dieses Vorkommnis “aufs Schärfste”, von einer Beschwerde
bei der SA versprach man sich jedoch nichts und eine Thematisierung im
Gottesdienst wollte man mit Rücksicht auf die Hinterbliebenen vermeiden.
Daher wurde erneut beschlossen, die Kirchenbehörde einzuschalten.
Am 27. April machte Pastor Frerichs im Namen des Kirchenvorstandes Mitteilung über die Vorgänge. Er betonte, “dass aus der Gemeinde heraus ein Einschreiten
gegen derartige Reden erwartet und gefordert” worden sei. Das Landeskirchenamt
ging auf die Angelegenheit zunächst nicht ein. Erst als Pastor Hänisch
Mitte September berichtete, der gleiche Mann habe bei einer Beerdigung
in Lemgo eine Ansprache gehalten, “in der das christliche Empfinden
aller Trauergäste auf das gröblichste verletzt wurde”
– u.a. sollte Horst Wessel erneut eine Meldung erhalten –,
schritt die Kirchenbehörde ein. Sie wandte sich an Gauleiter und
Reichsstatthalter Dr. Meyer und kündigte an, bei erneuten Vorkommnissen
dieser Art die Pfarrer anzuweisen, den Friedhof unmittelbar nach der kirchlichen
Handlung zu verlassen.
Da es sich in Leopoldshöhe um einen kirchlichen Friedhof handelte,
wurde dem Kirchenvorstand gegenüber sogar angeregt, “dass irgendwelche
Reden, die gehalten werden sollen, vorher schriftlich vorgelegt und genehmigt”
werden sollten.
Der Ausbruch des Weltkrieges und der Verlust des Pfarrers waren ausschlaggebend
dafür, dass es zu weitergehenden Schwierigkeiten – etwa Verhaftungen
– nicht gekommen ist.
VII. An das Kriegsende in Leopoldshöhe erinnerte sich Pastor Ernst Meinert später so: Mittwoch nach Ostern rücken amerikanische Truppen in Leopoldshöhe ein. In Evenhausen kurzes Gefecht. 3 deutsche Soldaten fallen, die P. Meinert auf dem Friedhof in Helpup neben anderen Gefallenen bestattet. Leopoldshöhe behält in den Gasthöfen König (Alter Krug) und “Zur Post” Besatzungstruppen – nacheinander:
Amerikaner, Engländer, Belgier. Auf dem Friedhof Leopoldshöhe
wurden etwa 18 amerikanische Flieger begraben, die aus verschiedenen abgestürzten
Bombern stammen.
Sie wurden hier wieder ausgegraben. Meinert, von Hause Bankmitarbeiter und langjähriger Jugendsekretär in Essen, verwaltete die Leopoldshöher Pfarrstelle bis 1950 kommissarisch. Eine bessere Besetzung hätte man sich allerdings kaum vorstellen können. Unmittelbar nach Kriegsende nahm sich der Theologe insbesondere der Jugend an: Seit dem Zusammenbruch im Mai 1945 hat Pastor Meinert sämtliche Schulkinder vom 1.-8. Schuljahr in der Kirche zweimal wöchentlich unterrichtet, etwa 500 Kinder. Nachdem die Schulen im Herbst den Unterricht wieder aufgenommen haben, sind die Lehrkräfte an den Schulen in Leopoldshöhe, Evenhausen, Schuckenbaum, Nienhagen mit der Erteilung von Religionsunterricht beauftragt wurden.
Pastor Meinert und seine Frau leisteten Großartiges für die
Gemeinde.
Nacheinander entstanden zwei Jungmädchenkreise, ein Christlicher
Verein junger Männer, die Evangelische Frauenhilfe, der Männerdienst
und die Evangelische Jungschar.
Ein Familienabend der Jugendgruppen wurde von 800 Gemeindegliedern besucht,
Weihnachtsfeiern für die Mitglieder der Gruppen und Vereine an gleicher
Stelle von jeweils 200 Personen. An den Evangelisationen nahmen 1947 und
1948 zwischen 300 und 500 Menschen teil. Frau Meinert lieh in der Gemeinde
sechs Nähmaschinen und richtete im Konfirmandensaal eine Nähstube
für Flüchtlinge ein. Weihnachten 1946 bekamen die Flüchtlingskinder
der Gemeinde mehr als 300 Spielzeuge – teils gesammelte, teils gebastelte – geschenkt. |
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Das
dritte Halbjahrhundert
VIII.
Die Nachkriegszeit spiegelt sich in der Geschichte der Kirchengemeinde Leopoldshöhe auf wohl nicht nur für Lippe – einmalige Weise wider: Gleich
drei Pfarrer kamen aus Berlin, der geteilten und eingeschlossenen Stadt,
um ihren Dienst in der Landgemeinde aufzunehmen. Pfarrer Johannes Hoene, der mit einem Vierteljahrhundert am längsten in Leopoldshöhe wirkte, erinnert sich: In der ersten Zeit kamen wir uns als Familie wie im Urlaub vor: hatten wir doch vorher in einem sehr großen Neubaublock im sechsten von 14 Stockwerken eine normale Zweieinhalb -Zimmer-Wohnung bewohnt; hinzu kam das Gefühl des Eingeschlossenseins durch die Berliner Mauer.
Diese Theologen brachten nicht nur besondere Erfahrungen mit, sondern teilweise auch eine geistliche Prägung, die für Leopoldshöhe durchaus neu und ungewohnt war. In der Begegnung mit einem traditionell überaus engagierten und selbstbewussten Kirchenvorstand hat die Gemeinde dadurch ein unverwechselbares Profil entwickelt, die sie als etwas Besonderes in der Lippischen Landeskirche ausweist. Der Wunsch von Pfarrern und Kirchenvorstand, “mit den
Menschen am Ort, den Nahen und den Fernen, das 150-jährige Jubiläum
der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe zu feiern
und über 150 Jahre Kirchengemeinde ins Gespräch zu kommen”,
ist Beleg für eine geschichtsbewusste und gleichermaßen der
Zukunft zugewandte Gemeinde.
Wer auf die Geschichte von Leopoldshöhe neugierig geworden ist, der sei auf die umfangreiche Chronik hingewiesen, die von der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe und dem Heimatverein Leopoldshöhe herausgebracht worden ist (ISBN 3-926311-83-5).
Burkhard Meier
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